Vielen Dank fuer Ihr Interesse. Bleiben Sie Gott befohlen in der Betrachtung der Predigt:

Sunday
Mar152015

Lätare, Predigt am vierten Sonntag der Passionszeit

 “ Wir möchten Jesus gern sehen”  

Den 15. März, 2015 Johannes 12: 20 – 26.

Der Text, der unserer Betrachtung zu Grunde liegt, ist das Evangelium des heutigen Sonntags, wiedergegeben in einer moderneren Fassung:

Unter den Besuchern des Passahfestes waren auch einige Griechen. Sie kamen zu Philippus, einer der Jünger Jesu und baten ihn: “Herr, wir möchten Jesus gern sehen.” Philippus ging zu Andreas und dann zusammen zu Jesus.

Er sagte ihnen: “ Die Stunde ist gekommen, daß der Menschensohn verherrlicht werde. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ein Weizenkorn, das nicht in den Boden kommt und stirbt, kann keine Frucht bringen, sondern bleibt ein einzelnes Korn. In der Erde aber keimt es und bringt viel Frucht, obwohl es selbst dabei stirbt. Wer sein Leben über alles liebt, der wird es verlieren. Wer aber bereit ist, sein Leben ohne Vorbehalt für Gott einzusetzen, der wird es für alle Ewigkeit erhalten. Wer mir dienen will, der folge mir nach. Denn wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dient, den wird mein Vater ehren.”

Geliebte Schwestern und Brüdern in Christo Jesu!

 

Im römischen Reich wurden alle Religionen von den eroberten Ländern mit ihren verschiedenen und vielfachen göttern geduldet. Es gab überall nicht nur Heidentempel, sondern auch Synagogen ganz besonders in den Handelsstädten. Der jüdische Glaube mit seinem monotheistischen Gott hatte eine beachtungswerte Anziehungskaft unter den Heiden wegen der religiösen Verwirrung, die die mannigfachen und weit verbreiteten Religionen mit sich brachten. So kam es, daß viele Heiden sich bekehrten und in den Zeremonien teilnamen, den Sabbath- und andere Geboten der jüdischen Religion hielten und einige sogar von den großen Festen in Jerusalem angezogen wurden. Die Griechen, die in unserem Text zum Passahfest kamen, zeigten ihre Verwirrung über die Ereignisse, die sich dort abspielten. Drei Dinge wollen wir betrachten mit dem Thema : “ Wir möchten Jesus gern sehen:

  1. Was treibt diese Griechen zu Jesus?
  2. Was steht hinter dieser verschleierten Antwort, die Jesus ihnen gab?
  3. Wahres Suchen nach Jesu endet in Nachfolge und wahres Leben.

 Was treibt diese Griechen zur Aufsuche Jesu

Eine Seereise von Griechenland nach Jerusalem nahm damals Wochen wegen unsicheren und oft schlechten Wetterverhältnissen, ganz besonders im Winter, wenn Griechen ihre Reise anfangen mußten, um rechtzeitig zum Passahfest anzukommen. Sie waren sehr fromme und gläubige Nichtjuden um sich solchen Strapazen auszusetzen. Da ihre Ankunft so weit weg von Jerusalem unsicher war, kamen sie wahrscheinlich viel früher in Jerusalem an als die israelischen Pilger. Sie hatten wahrscheinlich die Geschehnissse um Jesus in der Karwoche schon miterlebt. Sie teilten mit den Juden die Erwartung eines Messias, aber nicht die aufrürerischen Vorstellungen eines politischen Messias, der die Römer aus dem Land treiben – und ein gloreiches, selbständiges Reich eines Davids und Salomons wieder herstellen würde. Vielleicht hatten sie den Einzug von Jesus am Palmsonntag miterlebt, den Johannes in den Versen vor unserem Text berichtet, andernfalls hatten sie gewiss von dem andern ungewöhnlichen Ereignis gehört, nämlich die überwältigende Auferweckung von Lazarus von den Toten, die der Apostel Johannes im vorherigen Kapitel 11 berichtet, die gewiss eine ehrfürchtige Aufmerksamkeit in ihnen erweckt hatte. Sie waren gewiss Zeugen gewesen, als Jesus die Geldwechsler und die Verkäufer von Tieropfern aus dem Hof der Heiden jagte, da es der Ort war, wo sie sich im Tempel aufhielten. Diese trieben dort ihren Handel und das Getümmel hatte ihre Tempelandachten sehr gestört. War dieser junge Mann von Nazareth der vom Volk erwartete Messias, der “Gesalbte des Herrn”, was viele unter dem Volk glaubten oder ein Betrüger, was die religiösen Behörden behaupteten? Sie konnten einfach das alles nicht verstehen. Sie dachten, daß die Schriftgelehrten und Führer des Volkes ihnen nicht eine gute Erklärung geben konnten, allerhand Gerüchte verwirrten sie und so wollten sie von Jesus selbst herausfinden, wer er wirklich war and worum es sich handelte.

Und so kamen sie zu Jesus, wurden aber gleich enttäuscht. Entweder konnten sie ihn nicht direkt anreden, wegen der Drängnis um ihn, oder er war in einem andern Teil des Tempels, wo sie als Nichtjuden nicht hingehen konnten oder sie wagten es nicht, als Fremde, einen solchen berühmten Rabiner anzureden. Sie beharrten jedoch und suchten jemanden in seiner Umgebung auf, mit dem sie sprechen konnten. Sie begegneten dabei Philippus . Ehrerbietig redeten sie ihn an: “ Herr, wir möchten gern Jesus sehen.” Philippus aber hatte Bedenken. Hatte Jesus sich nicht genug Feindschaft zugezogen, weil er mit Samaritern, Zöllnern, Huren und Sündern verkehrte, würde er nicht die geistlichen Behörden noch weiter erzürnen, wenn er sich mit diesen Heiden abgäbe? Philippus wendete sich an Andreas und zusammen brachten sie Jesu ihr Anliegen. Jesus schien jedoch kein Interesse für diese Heiden zu haben. Er gab ihnen keine direkte Antwort. Was er sagte schien gar nicht auf ihr Anliegen einzugehen und lieblos zu sein. nämlich ob er der erwartete Messias sei und wenn nicht, wer war er dann? Wir wollen jetzt die verschleierte Antwort Jesu betrachten:

Was steht hinter dieser verschleierten Antwort?

 

Nochmals der Text:” Die Stunde ist gekommen, daß der Menschensohn verherrlicht werde. “ Gott zeigt uns hier wieder, daß seine Maßtäbe anders sind als die seiner Zuhörer, die Jünger und die Griechen. Man erwartete, daß Jesus diese Heiden willkommen heißen-, ihren Gedanken Zuspruch geben- und sie segnen würde. Das hätte für den Augenblick genügt und wäre vielleicht ihnen sogar hilfsbereit gewesen. Aber er sieht das anders. Er weiß, daß er etwas Umfassenderes und für ihr Leben etwas viel Wichtigeres tun soll und wird, was nicht nur Griechen, sondern auch die Jünger und wir hören sollen.

Für Jesus ist der Augenblick gekommen, wo er jetzt nicht mehr sagen wird: “ Meine Stunde ist noch nicht gekommen”, wie er bei der Hochzeit in Kana antwortete, als seine Mutter ein Wunder von ihm verlangte oder die Stunde, wo seine Brüder auf dem Laubhüttenfest ihn aufforderten in Jerusalem, sich der Welt zu offenbaren oder später im Tempel, als man ihn greifen wollte, weil er seine Einheit mit Gott als Vater und Sohn bezeugte. Immer wieder behauptete er: “ Meine Stunde ist nocht nicht gekommen.” Jetzt aber sind wir in der Karwoche, wo er wieder seine Einheit mit Gott dem Vater bekennt, aber jetzt unverkennbar erklärt in unserem Text: “Meine Stunde ist gekommen.” In der Gegenwart dieser Griechen sieht er, wie erfolgreich der Apostel Paulus sein wird mit der Verkündigung des Evangeliums unter den Heiden, wie die Kirche mit der griechischen Sprache die damalige heidnische Welt erobern wird, “ Die Stunde ist gekommen, daß der Menschensohn verherrlicht werde,” so ruft er jetzt zum ersten Mal aus. Noch ein paar Tage, mit seinem Tod am Kreuz, wird der Zeitpunkt seines Rettungswerkes für alle Menschen, Juden und Heiden, da sein. Die Frage dieser Griechen, die nach dem wahren Gott suchten, war das Signal für Jesus zu bestätigen, daß sein Erlösungwerk allen Menschen galt, Heil und Leben ist allen Völkern jetzt angeboten. Allgemein glaubte man, daß das Heil des erwarteten Messias allein auf Israel sich beschränkte. Die Tür des Heils stand allen Menschen offen, das ist die wunderbare Botschaft, die Jesus diesen Griechen jetzt gab, die jedoch noch verschleiert war, aber an Ostern allen offenbar sein wird mit seiner Auferstehung.

 

Aber wie konnten sie eine “Verherrlichung” hier sehen? Vielleicht dachten die Anwesenden, daß Jesus mit der Ankündigung er sei der Messias aller Welt, daß das seine Verherrlichung darstellte, aber das Gleichnis des Weizenkorns, das in den Boden fiel, verfäulte und neues Leben brachte, passt nicht in solch eine Erklärung. Gott durchbrach wieder alle menschlichen Vorstellungen. An Karfreitag und an Ostern jedoch, wird der Vorhang vom verschleierten Geheimnis weggezogen- und es klar werden, wie Sterben neue Frucht und neues Leben hervorbringen kann. Das wollen wir zuletzt noch betrachten.

Jesus Suchen endet in Nachfolge und wahres Leben

 

“Ein Weizenkorn, das nicht in den Boden kommt und stirbt, kann keine Frucht bringen, sondern bleibt ein einzelnes Korn.” Mir blieb Samen vom Garten im letzten Jahr übrig. Den ganzen Winter blieb er Samen. Er wird neues Leben hervorbringen, wenn ich ihn in den Boden streue, wo er verfäult. So ist es mit den Menschen. In Folge ihres Ungehorsams gegen Gott müssen alle sterben, denn “alle sind Sünder und können keinen Ruhm, keine “Herrlichkeit” aufweisen, die Gott gefallen könnte,” schreibt Paulus den Römern 3: 23. Durch Sünde hat der Mensch das göttliche Ebenbild, seine herrliche Lebensgemeinschaft mit Gott verloren. Wie das Weizenkörnlein in der Erde dem Tod bestimmt ist, so wird der Christ ins Grab gelegt und verwest. Aber wie das Weizenkorn in neues Leben hervorspringt, so wird der tote Christ am Jüngsten Tag, wenn Christus wiederkommt, auferstehen.Wie geschickt der Herr sich seinen Zuhörern hier anpasst! Statt auf das 53. Kapitel des Propheten Jesaja hinzuweisen, das vom Leiden und Sterben des gehorsamen Dieners [also des Messias] weissagt, um von seinem zukünftigen Tod und seiner Verherrlichung zu reden, veranschaulicht er diese bevorstehenden Ereignisse mit der Erzählung eines ordinären und bekannten Gleichnisses des Weizenkorns aus der Natur, das beiden, sowohl den Jüngern und auch den Griechen sicherlich bekannt war.

 

Mit diesem Hintergrund wird das Wunder der unerklärlichen Liebe Gottes für uns offenbar. Gottes eigener Sohn tritt wegen ihres Ungehorsams an die Stelle der zum Tode bestimmten Welt. Der Unschuldige nimmt alle Schuld auf sich, die Er als einziger Mensch nicht verdient hat. “Die Strafe liegt auf ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt, ” so kündigte Jesaja 53: 5, schon Jahrhunderte vorher das Kommen Christi an. Infolge seiner Unschuld und als Sohn Gottes kann Jesus stellvertretend sterben für die Menschheit und in seinem Sterben triumphieren und “ verherrlicht” werden, denn der Tod kann ihn nicht festhalten. Sein Tod ist für alle, die an ihn glauben, das Ende der Schreckensherrschaft des Todes. Aus Jesu Sterben erwächst, wer glaubt und getauft wird, die Frucht eines neuen Lebens, wie im Gleichnis des Weizenkorns. Wie die neuen Weizenähre mit ihrer Fülle von neuen Körnern gegen, allen Augenschein, wesenhaft mit dem abgestorbenen Weizenkorn verbunden sind, so sind die vielen Gläubigen über die Jahrhunderten, und auch wir, heute durch Taufe und Glauben mit dem gestorbenen und auferstandenen Jesus verbunden, “ denn wo ich bin, da soll mein Diener auch sein,” so endet Jesus sein Gleichnis. Obwohl wir noch in der Passionszeit sind, leuchtet hier schon Ostern in der Botschaft vom Leiden und Sterben des Herrn auf. Es ist ein vorzeitiges “Kleines Ostern”, was Jesus damals feierte als diese Griechen ihn aufsuchten und wir feiern ebenso diese frohe Botschaft von großer Freude – in allem Leide!- unser “ Kleines Ostern”, am Sonntag Lätare, drei Wochen vor dem eigentlichen Osterfest. Dieses Jesus Suchen wird zum Aufruf zur Nachfolge, wenn man ihn gefunden hat.

“Denn wo ich bin, da soll mein Diener auch sein. Und wer mir dient, den wird mein Vater ehren.” Das ist ein Aufruf zur Nachfolge in unserem Text Aber gießt Jesus nicht Wasser in den Wein der Osterfreude, wenn er im vorhergehenden Vers sagt:” Wer sein Leben über alles liebt, der wird es verlieren, wer aber bereit ist, sein Leben ohne Vorbehalt für Gott einzusetzen, der wird es für alle Ewigkeit erhalten.” Wer das irdische Leben höher schaetzt als das ewige, der verliert wirklich beides. Sehen sie mal, was wir heutzutage alles tun , um “unser Leben zu retten”, was wir immer wieder über alle Medien hören. Diese Rettung ist jedoch Zeit gebunden, vergänglich. Die Ewige ist allein bei Gott durch unseren Retter, Jesus Christus, zu finden, Das ewige Leben, obgleich es noch verborgen ist, liegt uns mehr an als das Irdische, weil Gott es in der Hand hat und der Gläubige es jetzt aber noch nicht völlig genießt. Verlangt da Jesus nicht, daß wir uns in ein Glücksspiel einlassen, wenn wir das hier und jetzt des Irdischen, dem Sicher aber jetzt noch nicht des Ewigen preisgeben?

 

Was uns Gott in diesem Leben an guten Gaben zur Verfügung stellt, das dürfen wir mit gutem Gewissen genießen und uns darüber freuen. Aber wenn wir zu wählen haben zwischen den irdischen Gütern und dem ewigen Leben, dann gilt es das Irdische bereitwillig loszulassen, um des ewigen Lebens teilhaftig zu werden. Der Apostel Paulus hat das gut verstanden, wenn er auf die Taufe hinweist und den Römern schreibt: “ Durch die Taufe sind wir also mit Christus gestorben und begraben….Wenn wir in der Taufe sein Todesschicksal mit ihm geteilt haben, so werden wir auch mit ihm leben…Unser früheres Leben endete mit Christus am Kreuz…Ihr seid tot für die Sünde. Lebt nun für Gott, der euch durch Jesus Christus das neue Leben gegeben hat,” Römer 6: 4 – 11.

Leiden und Sterben zuvor, und Herrlichkeit hernach, das war der Weg, den unser Herr einschlug. So ehren es auch seine Diener, sie und ich, indem wir in diesem Leben, für Armut himmlischen Reichtum, für Schmach Ehrenkrone, für Tod Leben, für Schmerzen Freude gewinnen. Allen zeitlichen Verlust an Gütern wird mit der Fülle ewiger, unendlicher Güter ersetzt. So erwächst aus seinem Tod ein unvergängliches und herrliches Gottesleben. Das gewähre Gott uns allen um Jesu Christi willen. Amen.

Tuesday
Mar102015

Predigt am dritten Sonntag der Passionszeit

“Gottes Kinder wandeln im Licht”

Okuli, den 10. März, 2015                           Epheser 5: 1 -  9a

Die Gnade unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, die Liebe Gottes des himmlischen Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen. Der Text, der unserer Betrachtung zu Grunde liegt, ist die Epistel des heutigen Sonntags, die ich ihnen nochmals vorlesen möchte in einer moderneren Fassung:

Weil ihr Gottes geliebte Kinder seid, wandelt in der Liebe, mit der Christus euch geliebt – und sich selbst dargegeben hat als ein Opfer für uns und zu Gott als ein liebIicher Geruch. Ist es dann nicht selbstverständlich, daß ihr euch von aller Unzucht und allen Schamlosigkeiten, ebenso wie von Habgier fernhaltet, wie es den Heiligen ziemt? Nicht einmal darüber reden sollt ihr, geschweige denn, daß man euch so etwas nachsagt! Anstatt unanständiges und zweideutiges Gerede, bietet eher Gott Danksagungen an. Denn das sollt ihr wissen, das kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habgieriger einen Platz im Reich Christi und Gottes haben wird, denn solche Menschen beten ihre eigenen Götzen an. Laßt euch von niemandem zur Sünde verführen, der euch durch sein leeres Geschwätz einreden will, daß dies alles harmlos ist. Denn um dieser Sünde willen, kommt Gottes Zorn über die ihm nicht Gehorsam sind. Darum meidet solche Leute! Früher wart ihr auch in der Finsternis, aber nun seid ihr Kinder des Lichts. Deshalb wandelt wie die Kinder des Lichts….”

Geliebte Schwestern und Brüdern in Christo Jesu!

Dieser Brief an die Epheser hat zwei Teile : die drei ersten Kapitel machen klar, daß Gottes Kindschaft uns zuteil wird allein aus Gnaden durch den Glauben an das Erlösungswerk Christi : ” Aus Gnaden seid ihr errettet worden durch den Glauben und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, auf daß sich nicht jemand rühme,” 2: 8,9. Dieses Zitat und die drei ersten Kapitel des Briefes stellen eine Lobpreisung über die herrliche Erlösung dar, die der Heilige Geist in den Ephesern gewirkt hatte. Wer an das sündlose Leben, Leiden und Sterben und an die Auferstehung Christi glaubt, ist ein Kind Gottes und Erbe des ewigen Lebens und das aus reiner Gnade ohne irgend ein Verdienst oder Werk. In den nächsten drei Kapiteln, 4 bis 6, wo unser Text sich befindet, spricht der Apostel nicht mehr von der Rechfertigung des Gläubigen, sondern von der Heiligung, wie ein Kind Gottes und Erbe des ewigen Lebens, angetrieben durch den Heiligen Geist, ein gottgefälliges Leben führen soll, das Gott preist und seinen Mitmenschen dient. Jedoch wer die Rechtfertigungslehre der ersten Hälfte des Epheserbriefes nicht im Auge behält, kann dann leicht urteilen, daß gute Werke und die Nachahmung Christi, ihn vor Gott gerecht machen. Wer das glaubt, macht dann die Selbstaufopferung des Herrn am Kreuz zunichte und unnötig. Die Botschaft des Briefes kann im Ganzen mit folgendem Vers im 2. Kapitel zusammengefasst werden: “ Wir sind Gottes Werk, durch Christus neu geschaffen [geistlich und körperlich] zu guten Werken …. Damit wir darin wandeln sollen,” Kapitel 2: 10. Nur wer gerechtfertigt wird in Christo, den der Heilige Geist geschaffen - und angetrieben hat, Gutes zu tun, steht heilig vor Gott.

Als Aphroditus, die römisch/griechische Göttin der Liebe und Schönheit in der Antike ihre Herrschaft und ihren Zauber auf die damalige Gesellschaft ausübte, schuf sie nicht nur ein Problem für die Christen in jener Zeit, sondern sie wirkt heute noch auf dem Thron von Broadway, Holywood und, mit dem Fernseher macht sie sich wohl zuhause mit den selben Lüsten, Schamlosigkeiten und Ausschweifungen in unseren Wohnzimmern, wie zur Zeit des Apostels in den Staedten wie Korinth, Ephesus, Rom und andere! Die heilige Liebe aber, die unseren Heiland zum Tod am Kreuz antrieb, soll uns anspornen ein gottgefälliges Leben zu führen, Sünde zu meiden und uns anregen als “ Gottes Kinder im Licht zu wandeln ” Und das wollen wir jetzt näher betrachten, indem wir

  1. unserem Heiland ein Lob- und Dankopfer für sein Versöhnungsopfer bringen
  2. uns daran machen den Lüsten der Welt völlig abzusagen und
  3. ein gottgefälliger Wandel führen wie Kinder des Lichts. Zuerst,

Christi Versöhnungswerk und Opfer am Kreuz

Unser Wandel als Kinder des Lichts gründet sich auf Gottes Liebe in Christo und nicht auf unsere Liebe zu Gott, sondern er hat uns seine Liebe geschenkt und sich für uns dargegeben als ein Opfer am Kreuz. Das geschah, ehe die Epheser etwas von Jesus gehört hatten und ehe wir, die heutigen Leser, geboren und durch den Sündenfall, Gottes Feinde wurden. Also eine unergründliche und unerklärliche Liebe, die alles Menschliche übertrifft, trieb Gottes Sohn in die Welt, um unsere Sünden auf sich zu nehmen und den schrecklichen Tod am Kreuz zu sterben, den wir wegen unseren Sünden hätten sterben sollen. Wer solche Liebe erfahren hat und an das Erlösungswerk Christi glaubt, der wird ein von” Gott geliebtes Kind”, das mit ihm jetzt versöhnt ist und ein Verhältnis hat wie ein Kind zu seinem Vater. Warum mahnt der Apostel die Heiligen in Ephesus “von aller Unzucht und allen Schamlosigkeiten sich fernhalten, wie es einem Heiligen gebührt?” Was soll man halten von der doppelten Natur in einem Gotteskind, das Sein Ebenbild als Gläubiger wieder zurückgewonnen hat, leider aber den Versuchungen der Welt noch allzuoft unterliegt. Der in Christo neugeborene Mensch konnte, trotz seines Glaubens und der innewohnenden göttlichen Kraft zum Lieben, leider weder in seinen Gedanken, Worten und Werken Gott völligen “Gehorsam leisten.” So sind die Menschen über Jahrhunderte immer wieder den Versuchungen ausgesetzt und wurden mehr oder weniger deren Opfer. Deshalb fordert der Apostel die “Heiligen” auf

 Zur christlichen Sittlichkeit und Absage von Lüsten

Ist es dann nicht selbstverständlich, daß ihr euch von aller Unzucht und allen Schamlosigkeiten und Habgier fernhaltet, wie es den Heiligen ziemt”, mahnt er? “Nicht einmal darüber reden sollt ihr, geschweige denn, daß man euch so etwas nachsagt? Anstatt unanständiges und zweideutiges Gerede, bietet eher Gott Danksagungen an. Denn das sollt ihr wissen, das kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habgieriger einen Platz im Reich Gottes haben wird, denn solche Menschen beten ihre eigenen Götzen an.” Das Lebensprinzip, das den Christen zum Wandel in der Liebe antreibt, muß jetzt das heidnische Wesen in ihm austreiben und überwinden. Das galt nicht nur für die Christen in jener Zeit, sondern auch uns, denn heutzutage werden diese selben Laster oft nicht mehr als Sünden angesehen. Wir haben uns noch mehr von Gott entfremdet, indem wir unsere eigenen Regeln aufstellen, bei denen wir leben wollen. Wenn Sünde allmählich als Recht angesehen- und toleriert wird, dann wird sie bald zur allgemeinen Norm in der Gesellschaft. Das ist der Fall in unserer Zeit z. B. mit dem Ehebruch ( fast die Hälfte der Ehen enden in Scheidungen) und 40% der Paarungen von Mann und Frau dauern im Durchschnitt sieben Jahre, ehe das Zusammenleben in Heirat oder Trennung sich auflöst! Jedes Jahr werden über eine Million noch Ungeborene vor ihrer Geburt abgetrieben! Homosexualität macht gewaltige Fortschritte und sucht Gleichberechtigung zu gewinnen als ein neuer Lebensstil! Christliche Anstalten wie Schulen, Stiftungen, Spitälern, müssen mehr und mehr zwischen Baal und Gott wählen und fürchten, daß sie ihre Türe schliessen- oder der gotteswidrigen Moral sich anpassen müssen! Vom einzelnen Christen wird immer mehr verlangt, daß er diesen Abfall von Gottes Geboten mit höheren Steuern unterstützt und gegen sein Gewissen handelt! Vor einigen Jahrzehnten wollte das Kamel nur seine Nase ins Zelt stecken, jetzt stellt sich aber die Frage, wer wirklich heute im Zelt wohnt, der Mensch oder der neue Eindringling!

Die Verweltlichung der Kirche war damals ein Problem, das ganz besonders in den Städten wie Ephesus, Korinth und Rom herrschte. Mit gesteigerter Urbaninisierung und erhöhten Verbindungsmitteln ist das bei uns heute noch ein schlimmeres Problem. Im Namen der Verschiedenheit und der Toleranz werden entgegengesetzte Lehren zur Offenbarung Gottes immer mehr zugelassen, wo der Mensch sich zum Richter über den Bereich des Göttlichen erhebt und dem Götzendienst verfällt. Deshalb mahnt der Apostel: “ kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habgieriger wird einen Platz im Reich Gottes einnehmen….” Nicht nur sollen Christen solche Laster vermeiden, sondern “ nicht einmal darüber reden .“ Das Reden gibt schon den Ansatz, der leicht zur Tat führen kann. Das alte Sprichwort, “böses Geschwätz verderben gute Sitten”, ist ein Zitat der Bibel im ersten Korintherbrief , Kapitel 15:33, das man heute leider nur selten hört, weil man solches Gerede kaum noch als Sünde ansieht. Der Preis, den Christus mit seinem Leiden und Sterben bezahlte, ist so hoch, daß Gottes Kinder sich solchen Sünden nicht mehr hingeben können. Um im Licht zu wandeln, was sollen wir dann tun? Das wollen wir zuletzt noch betrachten.

Als Kinder des Lichts ein gottgefälliger Wandel führen

Drei Dinge erwähnt der Apostel im Kapitel:

  1. Danksagung für alles allezeit;
  2. Erbauliches Gerede
  3. Gottgefälliger Wandel “Bietet Gott Danksagung an”, so mahnt er und dann später im 20. Vers des Kapitels fügt er noch hinzu: “ Saget Dank allezeit für alles, Gott dem Vater, in dem Namen unseres Herrn und seid einander untertan in der Furcht Christi.” Wie wichtig das Danksagen dem Apostel in allen Umständen des Lebens ist, können wir ermessen, wenn wir daran denken, daß er damals im Kerker in Rom war, wo er bald den Märtyrertod finden wird. Ein Kind Gottes, das seine Hoffnung auf ein ewiges Leben mit Gott setzt, kann ein Herz voller Dank und Lob “ allezeit,“ und über “alles” haben, sogar, wenn es dem Tod ins Auge schauen muß!

Neben der Danksagung kennzeichnet ein Kind Gottes auch noch ein erbauliches und “anständiges “ Gerede. Gottes Kinder können nicht auf beiden Seiten hinken und zwei Herren dienen, Gott und Mammon, denn diese zwei schließen sich gegenseitig aus. Kinder des Lichts als die Heiligen und Erlösten in Christo, dessen Herz voll ist mit Danksagen, verherrlichen ihren Gott mit unzweideutigem und anständigem Gerede im Verkehr mit einer sündhaften Welt.

Schließlich, ziemt sich auch, daß, neben erbaulichem Gerede, Kinder des Lichts ein beispielhaftes Leben führen. Hören wir nochmals den Text an:” Laßt euch von niemandem zur Sünde verführen, der euch durch sein leeres Geschwaetz einreden will, daß dies alles harmlos ist. Denn um dieser Sünde willen kommt Gottes Zorn über die ihm nicht gehorsam sind. Darum meidet solche Leute! “ Hat sich da etwas geändert in der Welt? Wie zur Zeit des Apostels so beschönigt man heute Laster. Man muß mitmachen oder man wird verdächtigt ein “right wing” religiöser Fanatiker zu sein, dem man das Maul stopfen muß. Der Apostel hatte damals das Problem, daß einige Glieder seiner Kirche ins heidnische Leben zurückgelockt wurden und, ich würde sagen, so steht es heute noch in der Kirche, so daß sie jetzt sogar oft als heuchlerisch angesehen wird, weil sie in ihrer Praxis nicht den verkündeten Lehren folgt und durch die verlotterte zeitgemäßige Kultur sich verschmutzen läßt! Wie dankbar sollten wir sein, daß Gott uns aus Gnaden von der Finsternis der Knechtschaft der Sünde zu seinem wunderbaren Licht berufen hat und uns, um Christi willen, alle Sünden vergibt. So laßt uns denn als Gottes geliebte Kinder in der Liebe wandeln, mit einem gottgefälligen Leben unseren Vater im Himmel preisen und alle Werke der Finsternis meiden. Amen.

Thursday
Feb262015

Predigt am ersten Sonntag in Lent – Invokavit

Wenn wir versucht werden….

Den 26. Februar, 2015    Matthäus 4: 1 – 11

Die Gnade unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, die Liebe Gottes des himmlischen Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns. Amen.

Der Text, den wir betrachten wollen, ist das heutige Evangelium , Satans Versuchung des Herrn, widergegeben in einer moderneren Fassung: “ Nach der Taufe wurde Jesus vom Geist Gottes in die Wüste geführt, wo ihn der Teufel versuchen sollte. Vierzig Tage und Nächte lang aß er nichts. Der Hunger quälte ihn. Da trat der Teufel zu ihm und forderte ihn heraus: “ Bist du Gottes Sohn, dann mach aus diesen Steinen Brot!” Jesus antwortete:” Nein, denn es steht in der Heiligen Schrift:’ Der Mensch lebt nicht allein von Brot, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht!’ “5 Mose 8:3.

Da führte der Teufel ihn nach Jerusalem und stellte ihn an den Rand der Tempelmauer. “ Spring hinunter!” forderte er ihn auf.” Du bist doch Gottes Sohn! Und es steht geschrieben: ‘ Gott wird seine Engel schicken. Sie werden dich auf Händen tragen,und du wirst dich nicht einmal an einem Stein verletzen!’ “ Psalm 91: 11, 12. Jesus entgegnete ihm: “ Es steht aber auch geschrieben: ‘ Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen!’ “ 5 Mose 6: 16.

Nun führte ihn der Teufel auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit. “ Das alles gebe ich dir, wenn du vor mir niederfällst und mich anbetest “, sagte er. Jesus jedoch wies ihn ab: “ Weg mit dir, Satan, denn es steht geschrieben: ‘ Bete Gott, deinen Herrn, an und diene ihm allein!’ “ 5 Mose 6: 13. Da verließ ihn der Teufel und die Engel Gottes kamen und dienten ihm.

Geliebte Schwestern und Brüdern in Christo Jesu!

“ Nach der Taufe wurde Jesus vom Geist Gottes in die Wüste geführt, wo der Teufel ihn versuchen sollte.” Auffallend in der Taufe war die Erhabenheit der Feierlichkeit, als Gottes Stimme Freude ausdrückte über seinen Sohn der Mensch wurde mit seinen Eintritt als Erlöser der Welt. Johannes der Täufer forderte seine Anhänger ebenso auf, ihm zu folgen, als das “ Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt.” Gleich darauf verschwand der Herr in der Einsamkeit und Verlorenheit der Wüste, wo er 40 Tage lang fastete. Welch ein Kontrast? Was ist die Bedeutung dieser zwei Ereignisse? Unser Text ist klar, daß Jesus kein Opfer der Versuchung war, sondern der “ Geist Gottes” ihn dahinführte. In der Taufe drückte Gott sein Wohlgefallen über das Erlösungswerk aus, das sein Sohn antrat. Jesus nahm dieses Amt auf, um eine gefallene Welt aus den Griffen der Versuchung des Teufels zu retten. Als der zweitgewordene Adam mußte Gottes Sohn den Sündenfall der Menschheit wieder gleichrichten, um sie in die Kindschaft Gottes zurückzuführen. Er konnte jedoch nicht gleich in eine Welt treten, wo das Reich Satans herrschte und das Verderben der Menschheit wurzelte, er mußte zuerst in die Wüste hinaus, um Satan dort selbst zu überwinden und zu besiegen. In der Wüste bereitete Jesus sich mit einem vierzigtägigen Fasten und Beten auf den Kampf mit Satan vor. Wo der erste Vertreter der Menschheit bei der Versuchung versagte, mußte Jesus, der Menschheit zweiter Vertreter den Sieg davontragen, ehe er sich als Messias und Erlöser der Welt ausgeben konnte.

Neben der Parallele von Adams Fall im Paradies und Jesus’ Sieg über Satan in der Wüste stellt sich noch eine andere faszinierende Parallele zwischen Jesus und Israel heraus. Sowie das Volk Israel aus Aegypten durchs Wasser des Roten Meeres - nach einer Art Taufe - in die Wüste zog, so trat Jesus vom Wasser des Jordans in die Wüste um ebenso auf die Probe gestellt zu werden. Aber während Israel in ihrem vierzigjährigen Aufenthalt in der Wüste der Versuchung erlag, ging er vierzig Tage dorthin, um Satan zu überwinden. Wo Israel und, darauf, unsere ganze Menschheit so jämmerlich fehlte, wird er den Sieg am Kreuz davontragen. Deshalb hat die Kirche die Versuchung Satans an die Spitze seiner vierzigtägigen Passion gestellt, da der Beginn des Kampfes und des Erlösungswerkes in der Wüste anfing und fortdauerte, bis er mit dem Ausruf am Kreuz: “ Es ist vollbracht” schließlich alles siegreich enden wird. “ Der Sohn Gottes “ schreibt der Apostel Johannes, “ ist gerade deswegen zu uns gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören,” 1 Johannes 3:8.

Adam und Israel hatten beide in ihrer Probe versagt und, wie steht es mit uns? Wie der Herr, werden wir ähnlichen Versuchungen im täglichen Leben ausgesetzt und versagen ebenso jämmerlich wie im Alten Bund. Wir müssen mit Paulus gestehen: “ Darin sind alle Menschen gleich: Alle sind Sünder und haben nichts aufzuweisen, was Gott gefallen könnte. Aber was keiner verdienen kann, schenkt Gott in seiner Güte: Er nimmt uns an, weil Jesus Christus uns erlöst hat,” Roemer 3:23. Jesus, in seiner unergründlichen Liebe, musste für uns in diese Bresche treten als Vertreter der Menschheit und als unser Bruder. Er musste den Kampf aufnehmen, den wir von Adam an bis heute verloren haben und den Versuchungen widerstehen, jedoch “ohne Sünde.” Deshalb unser Thema: “ Wenn wir versucht werden… “ dann sollen wir vom Herrn lernen .

 

  1. Als Gottes Kinder den Anläufen Satans widerstehen und
  2. Solches tun mit Gottes Wort und
  3. Der Welt entfliehen, wenn er durchs Wort uns zu verführen sucht.

 

Als Gottes Kinder den Anläufen Satans widerstehen

Satans Macht liegt darin, daß der Mensch seinem Willen, der immer sich gegen Gottes Willen stellt, nachgibt: “ Wenn du Gottes Sohn bist, dann mach aus diesen Steinen Brot!” Im Augenblick, wo Jesus durch ein langes Fasten geschwächt war, griff Satan ihn heimtückisch an: ‘Gebrauche doch deine Gottes Macht, die du zu besitzen glaubst, wenn du hungrig bist. Was für ein Sohn Gottes bist du, wenn du so was erlaubst? Setz dein Vertrauen auf dich und gebrauche die Mittel, die dir zur Verfügung stehen.’ So war diese starke Versuchung, denn Jesus hatte ja die göttliche Macht seinen Hunger zu stillen. Er wird sie ja später gebrauchen,wenn er Brot und Fische vermehrt, um Tausende zu füttern! Was er für andere bereit war zu tun, warum sollte in der Not er das nicht für sich selbst tun? Aber sein Fasten war vom “ Geist Gottes in die Wüste geführt “. Es war Gottes Wille. Hätte er Steine in Brot verwandelt, dann wäre er aus dem Gehorsam seines Vaters getreten. Er wurde dorthin gesandt, um den Versuchungen an unserer statt zu widerstehen. Aber Jesus kam nicht in die Welt um in der Not seine Macht für sich zu gebrauchen. Er kam die ganze gefallene Welt von Adam bis zum Ende der Welt zu retten und wieder mit Gott zu versöhnen. Da das Leben Jesu mit dem Vater eins war und er immer in Beziehung zu Ihm und Seinem Willen stand, wie hätte er “ von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes geht,” abweichen können, “so erklärt er dem Verführer. Er konnte ihm kein Ohr schenken, wie Adam und Israel und wir es getan haben. Er leidete willig den Hunger und hielt sich standhaft zum Wort und Willen seines Vaters. Wie er das tat, wollen wir jetzt zweitens betrachten.

Mit Gottes Wort den Anlauf Satans widerlegen

Obschon abgewiesen, nahm der Teufel seinen zweiten Anlauf: “ Da nahm ihn der Teufel nach Jerusalem und stellte ihn an den Rand der Tempelmauer: ‘ Spring hinunter!” forderte er ihn auf,’ Du bist Gottes Sohn! Und es steht geschrieben: Gott wird seine Engel schicken. Sie werden dich auf den Händen tragen, und du wirst dich nicht einmal an einem Stein verletzen!’

Der Teufel wusste wohl, wie sehr die Juden einen Messias erhofften, der die gehassten Römer aus dem Land treiben würde. “Hinunterspringen” und vor einer aufgeregten Volksmenge unverletzt davon zu kommen, das würde ihn als den angekündigten Messias offenbaren und ihn an die Spitze eines Aufstandes gegen Rom stellen! Welch eine Versuchung! Um seine Tücke noch besser zu verbergen, zitiert der Teufel Psalm 91: 11-12, wo Gott verspricht seine Kinder durch seine Engel zu schützen. Satan ließ aber die bedeutungsvolle Worte aus, [sofern die Kinder “ in Gottes Wegen ” blieben]. Hätte Jesus der Versuchung nachgegeben, dann wäre er nicht Gottes Weg, sondern den eigenen- und Satans Weg gegangen, anstatt seiner Berufung als Erlöser der Welt zu folgen. Mit diesem Ungehorsam hätte er Gott den Vater auf die Probe gestellt, indem dieser ihn weiter hätte schützen müssen, sogar wenn er außerhalb seines Willens handelte. Deshalb die scharfe Reaktion Jesu:” Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen.” Er war nicht in die Welt gekommen, um ein irdisches Reich mit Blutvergießen aufzurichten, sondern, wie er Pilatus erklärte, hatte er keine Absicht den Weg nach Rom einzuschlagen, denn sein Reich war nicht von dieser Welt. Er war auf dem Weg zum Kreuz, als das “ Lamm Gottes, das der Welt Sünde trägt.”

Nichts hat sich in der Welt geändert. Amerika war früher ein Land, das sich bemühte Gottes Gesetze zu ehren, auch auf dem weltlichen Gebiet. Das hat sich, jedoch, seit der sozialen und sittlichen Revolution von 1968 bis hieran, stark geändert. Wir machen jetzt unsere eigenen Gesetze, die über Gottes Gebote hinweggehen. Christen werden auf die Probe gestellt zwischen Gott und den neuen Sitten zu wählen. Das ist, zum Beispiel, der Fall mit der Anerkennung der Verbindung von gleichgeschlechtlichen Partnern als gleichwertig mit der von Gott eingesetzten Verbindung zwischen Mann und Frau in der Ehe, in der das Paar mit Gott ein Partner wird ein neues Leben in die Welt zu bringen: “ Seid fruchtbar und mehrt euch!” war damals des Herrn Gebot. Wie können gleichgeschlechtliche Partner dieses Gebot ausführen!? Wie verlottert und verdorben ist leider heute unsere Gesellschaft im Geschlechtsverkehr geworden, wo diese schöpferische und lebenslängliche Verbindung keine Geltung mehr hat und zu einer einzigen Befriedigung der Lüsten gesunken ist. Oder welch eine Anmaßung der Mensch sich erlaubt, wenn er über Leben und Tod entscheiden will. Gott allein schafft Leben und deshalb soll Er allein das Ende bestimmen. In Abtreibungen und gewissen Zellforschungen vergreifen wir uns immer mehr am Leben, das Gottes Sache ist. Wie das abtrünnige Israel einst sein selbstgeschaffenes goldenes Kalb zur Gottheit erhob und anbetete, so versuchen wir ins Reich des Göttlichen einzudringen und dem Teufel Gelegenheit geben sich über die Niederlage in der Wüste und am Kreuz zu revanchieren. Das bringt uns nun zur dritten Versuchung.

Der Welt entfliehen, wenn Satan uns durch sie versucht

 Es fällt dem Menschen ungeheuerlich schwer Gott anzuerkennen und Ihm treu zu bleiben , Ihn allein zu ehren. Das war das Problem Adams und Evas : sein wie Gott. Es war das Problem Israels, das durch die Heirat von heidnischen Frauen oft der Abgötterei verfielen. Und es ist auch unser Problem. Der Teufel macht die großartigsten Versprechen, indem er Jesus auf einen Berg führt, ihm die wunderschöne Welt und ihre Herrlichkeit zeigt: “ Das alles gebe ich dir, wenn du vor mir niederfällst und mich anbetest.” Es ist die selbe Versuchung wie einst im Paradies: “ Ihr werdet sein wie Gott.” Es war eine Aufforderung sich loszusagen von Gottes Herrschaft und die Eigene einzuführen. Solch eine Versuchung kommt doch nicht heute zum Menschen, könnte man einwenden? Warum nicht? Am Fernseher flüstert man nicht immer wieder ins Ohr, daß wir nur dieses einzige Leben haben? Vielleicht tut Satan es nicht auf die grobe Weise, wie in des Herrn Versuchung, aber gewiss in raffinierter Form mit dem Lüsten nach Reichtum, Ehre und Macht, mit der Überheblichkeit des Fortschrittes, ganz besonders in der Jagd nach Heilmitteln, die alle tötlichen Krankheiten ausmerzen sollen und Lösungen der Problemen der Welt zu tilgen versprechen. Ist das nicht Satans Echo?“ Das alles gebe ich dir, wenn du vor mir niederfällst und mich anbetest?”

Was ist die Antwort zu diesem aufgeblasenen Selbstbewusstsein? Jesus ist die Antwort: Er verkörpert die Demut in der Niedrigkeit seiner Geburt, wird getauft wie ein bescheidener Diener, der nicht kam um zu herrschen, sondern zu dienen. Er war ein Messias, der weder seine Macht gebrauchte, noch Gottes Macht für sich ausnutzte, sondern ein Messias der genau dem Wort und Willen Gottes folgte. Was der Vater und der Sohn sich selbst auferlegt haben, liegt in der Einheit Gottes, nämlich zu dienen und Menschen ganz besonders die Ungläubigen unter den Einfluss des Evangeliums zu bringen, um sie von ihren Sünden zu retten.

Dem Satan, der an Gottes Stelle verehrt und gedient sein will, sollen wir als Nachfolger Christi ihm ebenso die Larve entreißen mit einem “Weg mit dir, Satan, bete allein Gott, deinen Herrn an und diene ihm!” Jesus hat ein herrliches Reich für alle Gläubigen gewonnen und ist in die Herrlichkeit zur rechten Gottes eingetreten, aber der Preis, den er für uns bezahlen mußte, war das Kreuz, wo er dem Satan den Kopf zertreten hat. Die Macht des Widersachers ist zerstört. Den Tod, den ewigen Tod, den wir hätten leiden sollen, ist aus der Welt geschafft. Wir sind frei, wirklich frei von der Sklaverei der Sünde und ihren Folgen. Von der Versuchung Satans bis zu dem schrecklichen Tod am Kreuz und Ostern, war das ganze Leben des Heilandes und sein Werk, für uns geschehen. In Augenblicken der Anfechtung, wenn wir Gottverlassenheit fühlen, wenn Altersbeschwerden uns bedrücken, dann laßt uns die Augen auf Golgatha setzen, wo unser Heiland nichts für sich-, sondern alles tat, uns zu Gute und Gottes Wort, jene Waffe ergriff, um die Künste des Widersachers zu überwinden, denn mit unserer Kraft ist nichts getan. In Christo ist die angenehme Zeit gekommen. Unser ist der Tag des Heils! “ Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn Jesum Christum “

Amen.

Sunday
Feb152015

Quinquagesimä, der letzte Sonntag in Epiphanias vor Ascher Mittwoch

Den 15. Februar, 2015       “ Die Bibel: Menschenwort oder Gottes Offenbarung 

Den 15. Februar, 2015  “ Die Bibel: Menschenwort oder Gottes Offenbarung ”  .  2 Petrus 1 : 16 - 21

Die Gnade unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, die Liebe Gottes des  himmlischen Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.  Der Predigttext für den letzten Sonntag nach Epiphanias ist die heutige Epistel, die ich nochmals wiedergeben möchte in einer moderneren Fassung:

Wir haben euch doch keine schönen Märchen erzählt, als wir euch von der Macht  unseres Herrn Jesus Christus und von seinem Wiederkommen berichteten. Mit unseren eigenen Augen haben wir ihn in seiner ganzen Größe und Herrlichkeit selbst gesehen. Gott, der Vater, hat ihm diese Ehre und Macht gegeben. Als Jesus mit uns auf dem Berg war, haben wir selber die Stimme Gottes vom Himmel gehört : “ Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe.”

Um so fester verlassen wir uns jetzt auf das, was Gott durch seine Propheten  zugesagt hat. Auch ihr tut gut daran, wenn ihr darauf hört. Denn Gottes Zusagen sind wie ein Licht, das in der Dunkelheit leuchtet und Klarheit schenkt, bis es  endgültig Tag wird und der aufstehende Morgenstern Licht in unsere Herzen bringt.  Doch eins dürft ihr nicht dabei vergessen: Kein Mensch kann jemals die  prophetischen Worte der Heiligen Schrift aus eigenem Wissen deuten. Denn niemals ist Weissagung aus menschlichem Willen ausgedacht worden. Immer war es der Heilige Geist, der sie beauftragte und dazu antrieb, das auszusprechen, was Gott ihnen eingab.

Lasst uns beten: Himmlischer Vater, wir geben dir Lob und Preis für dein Wort ; gib uns deinen Heiligen Geist, daß wir dem Worte glauben und dasselbe  mit Ehrfurcht, Liebe und Wohlgefallen, nicht als Menschenwort, sondern als dein Wort, annehmen. Amen.

 

Geliebte Schwestern und Brüdern in Christo Jesu!

Der Apostel Petrus mit seiner Anführung  auf einen Berg, wo er, mit  zwei andern  Aposteln, Jakobus und Johannes, “ die Stimme Gottes [ hörte ] ‘  Das ist mein  geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe,’ “ist der Berg der Verklärung, von dem Matthäus in unserem heutigen Evangelium berichtete. Einige Jahre vor seinem Tod kam Petrus nach Rom, von wo aus er seine zwei Briefe schrieb, die wir im Neuen Testament haben. Verfolgungen der Christen begannen, ganz besonders unter dem römischen Kaiser Nero. In beiden Briefen drückt Petrus aus , daß er den Märtyrertod bald erwartet, den der Herr ihm vorhergesagt hatte. Vor  unserem Text schreibt er : “ Durch unseren Herrn Jesus Christus weiß ich aber, daß ich diese Erde bald verlassen muß. Deswegen setze ich alles daran, daß ihr auch nach meinem Tode nicht vergesst, was ich euch gesagt habe,” 1: 14-15. Nicht nur er, sondern alle Apostel werden gewahr, daß ihr Zeugnis, als Augenzeugen des Herrn, nach ihrem Hinscheiden niemand mehr beanspruchen kann.Von den Briefen im Neuen Testament lernen wir, daß sie alle schon, während ihrer Lebzeit, sich mit falschen Lehrern herumschlagen mußten, wie wird es dann sein, wenn es keine Augenzeugen  mehr gibt? Wird ihre Wahrheit, die sie verkündeten, bestehen können? Wird Menschenwort über Gottes Offenbarung sich erheben?  Petrus macht sich Sorgen über die mündliche Uebertragung der Wahrheit von einer Generation zur andern. Das Mündliche muß im Schriftlichen festgelegt werden. Damit das Werk Christi und die Arbeit der Apostel nicht vergessen oder verfälscht würde, haben einige von ihnen sie aufgeschrieben. So entstand das Neue Testament mit den vier Evangelien, die Apostelgeschichte und Briefe um die neuen Gemeinden in der Lehre besser zu gründen. So ist nach und nach zum Alten Testament das Neue Testament hinzugekommen. Aber der Mensch fragt sich immer noch: “ Ist die Bibel Menschen Wort oder Gottes Offenbarung? Wo liegt die Antwort? Indem man versucht zu beweisen wie die erste Kirche fleissig alle Dokumente, Briefe in ihrer Zeit untersucht hat und genau entscheiden konnte, was Menschenwort und was Gottes Wort und Offenbarung war. Die Kirche in den ersten Jahrhunderten  hat das getan. Sie einigte sich über die authentischen oder kanonischen Schriften, die wir heute in der Bibel haben. Zweifel besteht jedoch immer noch und wurde intensiver in den letzten zwei Jahrhunderten, als man viele neue Dokumente entdeckt hat, die das Bild noch mehr verwirrten. Der Mensch ist wie zur Zeit Petri unsicher in welche Richtung er gehen soll in der Suche von Gott? Er steht an einem Kreuzweg? Und da wir jetzt das Wort KREUZ gefunden haben, setzen wir uns  mal auf diesen Weg zum Kreuz, dann können vielleicht die Vorgänge der Kreuzigung behilflich sein die Antwort, ob der Mensch im Menschenwort oder in Gottes Wort und  Offenbarung zu finden ist.  Am Kreuz hing unser Heiland zwischen zwei Schächern: der eine verspottete den Herrn: “ Bist du nun der Messias? Dann beweise es! Hilf dir selbst und uns,” Lukas 23: 39. Aber hiermit wiederholte er nur die Worte, worüber die Kriegsknechte, das Volk und die  Obersten, die um das Kreuz standen, sich lustig machten: “ Er hat so vielen geholfen! Wenn er wirklich der von Gott gesandte Befreier ist, dann soll er sich jetzt selber helfen!” berichtet Lukas 23: 35. Was ihre Augen sahen, war was die menschliche Vernunft bei diesem schrecklichen Anblick der Kreuzigung einflößte: hier hing ein andernfalls guter Mensch, der sich einbildete er sei ein Retter, der aber ihre Welt, Einbildungen und Hoffnungen gefährdete und zu zerstören drohte. Sterben mußte er oder vom Kreuz runterkommen  Das Schreckliche und Ironische war, daß Jesus ja alles war, was man ihm vorwarf: Sohn Gottes, Retter, der sein Leben gerade für sie aufopferte, um ihnen ewiges Leben zu bringen, was sie aber für Lästerung und Unsinn hielten.  Mit seiner Reaktion brachte der andere bußfertige Schächer jedoch in Erfuellung, was Simeon bei der Darstellung Christi im Tempel geweissagt hatte. “ An diesem Kind wird sich das Leben vieler Menschen in Israel entscheiden; denn es wird entweder ihr Richter oder ihr Retter sein. Viele werden sich ihm leidenschaftlich widersetzen und dadurch zeigen, daß sie gegen Gott sind…. “ Lukas 2: 34. Dieser Schächer sah über das hinaus, was das Volk und die Obersten am Kreuz sahen. Er erkannte sein sündhaftes Leben in der Gegenwart des sündlosen Gottessohnes an, der die Macht hatte Sünde ihm  und der ganzen Welt zu vergeben.  Er war der Erste, der den gekreuzigten Jesus annahm als sein Erlöser und König der Juden. Nicht Einsichten oder Worte, voller Blindheit und Dunkelheit der umstehenden Menschenmenge beeinflussten ihn, sondern Gott wirkte Buße und Glaube in seinem Herzen. Die Tür des Paradieses stand noch am selben Tage für ihn offen. Nicht Menschenwort, sondern goettliche Offenbarung bekehrte ihn.

Was sich damals am Kreuze Golgathas abspielte, wiederholt sich heute noch in der Geschichte des Menschen bis zum Ende der Welt  Petrus erhebt drei Argumente gegen falsche Lehrer, die die Wiederkunft Christi leugneten:  1)Das Zeugnis der Apostel als Augenzeugen der Verklärung ist unantastbar.  2) Christi Wiederkunft wird erfüllt werden wie beim ersten Kommen .  3) Durch die Heilige Schrift gibt der Heilige Geist Zeugnis zur Wiederkunft Christi.

Zeugnis der Apostel als Augenzeugen der Verklärung des Herrn

“ Wir haben euch doch keine schönen Maerchen erzählt, als wir euch von der Macht unseres Herrn Jesus Christus und von seinem Wiederkommen berichteten. Mit unseren eigenen Augen haben wir ihn in seiner ganzen Größe und  Herrlichkeit selbst gesehen. Gott, der Vater, hat ihm diese Ehre und Macht gegeben. Als Jesus mit uns auf dem Berg war, haben wir selber die Stimme Gottes vom Himmel gehört:‘ Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe.’ ”  Zur Zeit Petri behaupteten falsche Lehrer, die ein Wiederkommen des Herrn zum Gericht ankuendigten, ein Opfer wären von“schönen Maerchen” oder Fabeln. Nach dem Tod des Herrn waren mindestens drei Jahrzehnte vergangen  und seine prophezeite Wiederkunft war immer noch nicht geschehen. Im 3. Kapitel des Brie- fes beschreibt Petrus die Reaktion: “ Nichts ist ihnen heilig; sie machen sich über alles lustig. Spöttisch werden sie euch fragen: ‘ Wo ist denn nun euer Christus? Hat er nicht versprochen, daß er wiederkommt? Schon unsere Väter haben vergeblich gewartet. Sie sind längst gestorben und alles ist so geblieben, wie es am Anfang war,’”3: 3,4. Kurz vor seinem Märtyrertum, zwei Verse vor unserem Text, schrieb Petrus aus Rom: “ Durch unseren Herrn Jesus Christus weiß ich aber, daß ich die Erde bald verlassen muß. Deswegen setze ich alles daran, daß ihr auch nach meinem Tod nicht vergesst, was ich euch gesagt habe,” 1: 14,15. Er weiß wohl, daß es ein schrecklicher Tod sein wird, weil Jesus es ihm vorhergesagt hatte, er würde den selben gewaltsamen, schmerzlichen Tod “mit ausgestreckten Armen “, also wie er am Kreuz, sterben.

“Wir haben euch doch keine schönen Märchen erzählt,’erwiderte Petrus  den falschen Propheten . Er spricht dann von sich selbst als Augenzeuge, zwei weitere Apostel, Johannes und Jakobus, waren  ebenso Augenzeugen der Verklärung und alle drei Evangelisten Matthäus, Markus und Lukas berichten dieses einmalige Ereignis. Himmel und Erde treffen sich in Christis Verklärung. Er ist Menschensohn und Gottessohn und das war ein machtvolles Zeugnis gegen alle Irrlehrer, die das leugneten. Wir haben seine Herrlichkeit selber gesehen und Gottes Stimme gehört, ” so bestätigt Petrus mit allen Aposteln die Glaubwürdigkeit der Verklärung . Er wollte den Leugnern  beweisen, daß Jesus, im Stande seiner Erniedrigung schon alle Herrlichkeit der göttlichen Person in sich trug und bei seinem Zweiten Kommen nicht als Erlöser, sondern als Richter auftreten wird.

Sein Zweites Kommen wird erfüllt werden wie sein erstes Kommen

Die Messias Ankündigungen der Propheten im Alten Testament wurden nach vielen Jahrhunderten erfüllt. Sie sind Bürge für die Wiederkunft Christi als Richter am Jüngsten Tag.” Um so fester verlassen wir uns jetzt auf das, was Gott durch seine Propheten zugesagt hat,” erklärt Petrus in unserem Text. “ Auch ihr tut gut daran, wenn ihr darauf hört. Denn Gottes Zusagen sind wie ein Licht, das in der Dunkelheit leuchtet und Klarheit schenkt, bis es endgültig Tag wird und der aufstehende Morgenstern Licht in unsere Herzen bringt,” fährt Petrus weiter fort. Christus ist das Licht, das in der Dunkelheit einer verdorbenen Welt scheint, sie jedoch erhellt “bis der Tag anbricht” mit der Wiederkunft des Herrn. In den Herzen der Gläubigen brennt schon dieses Licht, das wir in die Welt tragen sollen als Gottes Kinder, aber es wird bloß am Jüngsten Tag sich in seinem vollen Glanz in uns wiederspiegeln. Während die Weissagungen eines Messias den meisten Menschen im Alten Bund lange verschleiert blieben, weil sie sich andere  Vorstellungen vom ihm machten, dennoch ist die Glaubwürdigkeit und Autorität der Offenbarung Gottes im Alten Testament bestätigt und deshalb die Wiederkunft Christi ebenso zu der selben Erfüllung bestimmt.

Das Werk des Heiligen Geistes  durch die Heilige Schrift Bürge zur Wiederkunft

“Doch eins dürft ihr nicht dabei vergessen: Kein Mensch kann jemals die  prophetischen Worte der Heiligen Schrift aus eigenem Wissen deuten. Denn niemals ist Weissagung aus menschlichem Willen ausgedacht worden. Immer war es der Heilige Geist, der sie beauftragte und dazu antrieb, das auszusprechen,was Gott ihnen eingab.” Gott stellte sich an die Stelle einer aufsässigen Menschheit und trug selbst die Strafe für ihr Verhalten ans Kreuz. Meine Lieben, was ist die Schlussfolgerung, die wir hier machen müssen: Der Mensch kann nicht von unten nach oben gelangen und damit sein Gottesverhältnis erreichen. Das kann nur Gott, indem er selbst von oben nach unten zu dem Menschen kam. In seinem Kommen, zeigt er ihnen, wo sie herkommen, nämlich von ihm. Alle sind seine  Geschöpfe, die er lieb hat. Ohne Gott scheitern wir. Weit weg von Ihm ist kein  Leben. Aber er zeigt ihnen auch, wie sie im Glauben an Jesus, den Gottesweg  gehen können: “ Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, wenn nicht durch mich.” In der Nachfolge Christi wird unserLeben  vollendet und findet seinen tiefen Dasseinssinn in der Gemeinschaft mit Gott. An der Hand Gottes, mit Ihm, geht es aufwärts, aber nur weil Er zuerst abwärts gegangen ist. Das ist der Kern der christlichen Botschaft.

Kommt Jesus heute noch? Gewiss, durch Wort und Sakrament. Wir müssen aber in einem Zustand der Empfänglichkeit und Aufgeschlossenheit uns befinden. Der Geist Gottes wird uns dann durch das Wort in alle Wahrheit führen, wie einst die Propheten und Apostel. Er kam heute zu uns im Wort. Er kam in der Taufe zu uns. Er kommt zu uns in der Andacht und im Gebet. Er kommt im Abendmahl mit seinem Leib und Blut unter dem mißlichen Brot und Wein. Täglich kommt der Geist Gottes, wenn wir als Sünder vor ihm stehen und vergibt uns täglich, um Christi willen, unsere Sünden.  Möge Gottes Sohn in unsere Herzen scheinen, seine Liebe und sein Wort in unserem Leben hervorleuchten und von uns, wie ein Licht, in die Finsternis der Welt ausstrahlen. Dann werden wir mit verklärten Augen Ihn schauen und unsere Zungen in alle Ewigkeit Ihn preisen! Amen.

Monday
Feb022015

Predigt am Vierten Sonntag nach Epiphanias

Den 25. Januar 2015 Sicherheit/ Unsicherheit im Sturm des Lebens

Markus 4 35 - 41

Die Gnade unseres Herrn und Heilandes Jesu Christi, die Liebe Gottes des himmlischen Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit uns allen. Amen.

Der Text, der unserer Betrachtung zu Grunde liegt , ist das Evangelium des heutigen Sonntags, wiedergegeben in einer moderneren Fassung:

" Am Abend dieses Tages sagte Jesus zu den Jüngern: ' Kommt wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren!' Die Jünger schickten die Menschen weg und ruderten mit dem Boot, in dem Jesus saß, auf den See hinaus. Einige andere Boote folgten ihnen. Da brach ein gewaltiger Sturm los. Hohe Wellen schlugen ins Boot. Es lief voll Wasser und drohte zu sinken. Jesus aber schlief hinten im Boot auf einem Kissen. Da rüttelten ihn die Jünger wach und schrien voller Angst: ' Meister, fragst du nichts danach, das wir umkommen?'

Sofort stand Jesus auf, bedrohte den Wind und rief in das Toben des Sees: ' Sei still! Schweige!' Da legte sich der Sturm und tiefe Stille breitete sich aus. ' Warum hattet ihr Angst?' fragte Jesus seine Jünger,' habt ihr denn gar kein Vertrauen zu mir?' Voller Entsetzen flüsterten die Jünger einander zu: ' Was ist das für ein Mann! ! Selbst Wind und Wellen gehorchen ihm!' "

Geliebte Schwestern und Brüdern in Christo Jesu!

Gibt es Sicherheit und Ruhe im Leben? Der Herr hatte mit seinem Predigen gerade einen langen anstrengenden Tag verbracht, umgeben von einer grossen Volksmenge. Am Abend war er bereit sich zurückzuziehen um allein zu sein mit seinen Jüngern. So schlug er ihnen vor in ein Boot zu treten und ans andere Ufer des Galiläischen Sees zu fahren, um die Menschenmenge los zu werden. Es war ein schöner, sonniger Tag. Die See war glatt wie ein Spiegel. Er konnte hinten im Boot ein Nickerchen machen und endlich sich ausruhen. Jedoch der Galiläische See, der von hohen Hügeln umringt ist, war bekannt für das plötzliche Ausbrechen von starken Stürmen. Mächtige Wellen konnten auf Boote stürzen, sie mit Wasser füllen und sie sinken. Als das geschah " entsetzten die Jünger sich". Obwohl eine Anzahl von ihnen erfahrene Fischer waren, konnten sie das Boot nicht mehr kontrollieren. In ihrer Todesangst weckten sie den Herrn auf, gläubig, daß er ihnen in dieser Not noch helfen konnte, aber unsicher, ob er es tun würde, ohne ihn aufzuwecken und ihn auf ihre hoffnungslose Lage aufmerksam zu machen. Sie hatten Glaube in seine Macht, aber sie waren unsicher. ´Fragst du nichts danach, daß wir umkommen," schrien sie kleingläubig und verzagt. Sie bezweifelten seine Liebe, denn sie waren sündige Menschen.

Drei Bilder möchte ich hier hervorheben:

  1. Des Menschens Lebenslauf ist oft stürmisch wie der See in Galilea und
  2. Wie Boote auf dem Galiläischen See,so ist die Kirche Stürmen ausgesetzt
  3. Christus als Mensch und Herr über die Naturmächte.

Des Menschens Lebenslauf stürmisch wie der See in Galilea

Das Leben breitet sich vor uns aus wie der See, manchmal glatt wie ein Spiegel, aber nur all zu oft türmen sich im Lebenplötzlich hohe Wellen auf mit ungestümer Heftigkeit. In unserer Geburt setzen wir auf unsere Lebensfahrt aus, von einem Ufer zum andern, das nur all zu früh mit demTod ein Ende nimmt. Wir verlaßen eine Küste mit hoffnungsvollen Anfängen um nur an dem nebelligen, unsicheren Strand der Ewigkeit anzuprallen. Wie die Jünger rudern wir vorwärts, manchmal ruhig und ereignislos, aber nur all zu oft brechen hohe Wellen über uns herein mit allerlei überwältigenden Versuchungen, Nöten und Trübsalen wie die Unsicherheit über die Zukunft, über Gesundheit, Arbeit, Terrorismus, Alterbeschwerden u.s.w.. Das sind alles Wellen, die, mit den heutigen, globalen Verbindungsmitteln, noch höher stehen als damals, als man sich im Boot mit Christo befand oder, wie heute, ohne ihn durchs Leben rudert. Aber was sich noch schlimmer stellt als zur Zeit der Jünger, ist die Erfahrung zu machen , daß in der größten Not und Todesangst, der Kapitän zu schlafen scheint. Wer war mehr mit solchen Lagen bekannt als Luther zur Zeit der Reformation. Er bestätigt in seiner Hauspostille: " So geht's, kommt Christus in das Schiff, so wird's nicht lange still bleiben, es wird ein Wetter und Ungestüm kommen. Es wird Sturm geben." Die Jünger wußten als erfahrene Fischer, daß es manchmal plötzliche gewaltige Stürme auf dem Galiläischen See gab, aber mit Jesus im Boot fühlten sie sich sicher. Sie waren mit seiner Macht bekannt. Was sie störte, war des Herrn Schlaf inmidst des schrecklichen Sturmes. Er konnte sich gewiss retten, aber was wird aus ihnen? " Meister, fragst du nichts danach, daß wir umkommen? " bitten sie entrüstet. Sie kannten seine Macht, aber waren unsicher über seine Liebe, die sich hier erwies, indem er gleich aufstand und den Sturm stillte ohne ihren Unglauben ihnen vorzuwerfen. Erst später offenbarte er sich unverkennbar mit seinem Tod am Kreuz in seiner Liebe für alle Menschen. Leider glauben Christen oft, daß in der Nachfolge Christi man gegen Stürme im Leben geschützt ist. Viele Christen erwarten deshalb einen Lohn für ihre Nachfolge. Das mußten die Jünger noch lernen. Vier Kapitel später mahnt Jesus seine Jünger immer noch: " Wer mir nachfolgen will, der darf nicht mehr an sich selbst denken, sondern sein Kreuz wilig auf sich nehmen und mir nachfolgen," Markus 8: 34. " Es wird Sturm geben,“ lernte Luther mit seiner Reformation. Als Gottes Kinder müssen wir ebenso bereit sein das zu lernen. Soll der Knecht ein besseres Los erleiden, denn sein Meister? Diese Frage wollen wir weiter betrachten und versuchen zu beantworten.

 Das Boot mit ihrem Kapitän, die Kirche heute mit Christus als Haupt

Mit Jesus im Boot, da könnte man hoffen, daß es Stille gibt. Das scheinen die Jünger auch zu glauben. Mit Jesus im Schiff, das wird gewiß eine gute Fahrt werden! Die Jünger, die mehrere erfahrene Fischer in ihrer Mitte zählten, wissen, daß an einem heißen Sommerabend die höheren Temperaturen des Landes im Gegensatz zu dem des Wassers, zusammen noch mit den hohen Hügeln, die den Galiläischen See umgeben, ein schreckliches Ungetüm von Wellen und Wind aufstöbern können, aber mit dem Herrn an Bord war die Stimmung aufgeregt und die Möglichkeit eines Sturmes unerwartet. Glücklicherweise genoßen Kirchen bis heute in unserem Lande Freiheit, die kein anderes Land kannte. In den letzten dreihundert Jahren pflügte das Schifflein der Kirche Christi unbesonnen durch die Wasserwellen der Zeit. Es war aber nur eine lange Ruhe vor dem Sturm. Eine ungeheure Kluft zwischen christlichen Werten und diejenigen der Welt entstand in den letzten Jahrzehnten, die sich schnell vertieft hat durch den ungeheuren Fortschritt und Einfluß der Kommunikationsmittel. Die tausendjährigen christlichen Werte der Moral und der Ethik werden nicht mehr gebilligt und sogar verspottet. Unsere Bevölkerung ist mehr pluralistisch geworden und auch innerhalb der Kirche und den verschiedenen Bekenntnissen gibt es eine Zersplitterung zwischen „Fortgeschrittenen“, die keine Offenbarung Gottes in Seinem Wort anerkennen und im Namen der Toleranz und der Inklusivität diese Werte den weltlichen Getrieben und der Gesellschaft unterstellen und Konservativen, die diese Werte einem unveränderlichen Gott zuschreiben und von der Offenbarung Gottes in Seinem Wort nicht abweichen wollen. Jetzt scheint Christus wieder zu schlafen, während das Schiff der Kirche der Flut der Sünde und des Unglaubens ausgesetzt ist, der Mastbaum des Kreuzes zerbricht und das Boot zu sinken droht. Was soll man da tun? „In der Not, rufe mich an,“ spricht der Herr im Psalm 50:15, „so will ich dich erretten, so sollst du mich preisen.“ Die Insassen des Bootes wenden sich auch an den Herrn. Sie weckten den Herrn auf. Damit erkannten sie ihre Hilflosigkeit, entblößten aber ihre Kleingläubigkeit. Ihr Glaube war nicht der des Hauptmanns von Kapernaum, der Jesus bat seinen Diener ohne seine Gegenwart, bloß mit einem Wort zu heilen. Solch einen Glauben hatten die Jünger noch nicht, denn Furchsamkeit und Glaube vermischen sich nicht.

Die gute Nachricht ist, daß der Herr ihren Kleinglauben übersehen hat und ihr Flehen ihn bewegte. „ Er stand auf, bedrohte den Wind und rief in das Toben des Sees: „Sei still! Schweige!“ ‚ Da legte sich der Sturm und tiefe Stille breitete sich aus.‘ Die Jünger hatten gedacht, daß Jesus schon diesen Sturm irgendwie selbst überleben würde aber , was würde aus ihnen werden in diesem Sturm? Wir können uns mit den Jüngern identifizieren. In dieser Not hätten wir gewiß auch einen auferweckten Herrn an unserer Seite gewünscht. Wir sind meistens mit viel schwächeren Anfechtungen und Nöten als damals die Jünger ausgesetzt. Aber das ändert sich jetzt mit dem Abfall in unserer Midst und der verstärkten Verweltlichung und Verfolgung in unserer Zeit.

 Christus als Herr über die Naturmächte, was bedeudet das?

„Voller Entsetzen flüsterten die Jünger einander zu: ‚ Was ist das für ein Mann?! Selbst Wind und Wellen gehorchen ihm!‘ “ Der Mensch Jesus erwies sich hier als Herr über die Natur, der diese ungeheuren Mächte zähmen konnte und mehr als ein Wundertuer, daß sie in der Gegenwart des Dreieinigen Gottes und Schöpfer der Welt waren. Das Stillen des Sturms mit einem Wort leuchtete die Herrlichkeit Gottes hervor. Aber diese herrliche Person, die vor ihnen stand, war ein Mensch wie sie. Hier heult ein Sturm, der See braust, Welle um Welle stürzen ins Boot herein, das zu sinken droht und er schläft, hat Macht zu Stillen, aber „ Was ist das für ein Mann?“ der nichts für sie tut, um sie zu retten. Erweckt, steht er gleich als ein Mann auf, der beim Stillen der wütenten See sich als ein barmherziger, liebreicher Gott offenbart, der diesen entsezten Jüngern seine Liebe erweist und Hoffnung und Leben wieder bringt. Die Jünger entdeckten etwas unaussprechlich Tröstliches, das auch uns bestimmt ist: Mag die ganze Welt, gleich einem Sturmwind den Gläubigen oder das Schiff der Kirche überfallen, nichts kann uns von Gott und unserem Heil trennen. Mag Christus zu schlafen scheinen im Aufruhr um uns, anstatt am Steuerruder zu sein, wir haben keine Ursache, uns zu fürchten und zu versagen, Christus ist im Schiff und das soll genügen, denn das Schiff der Kirche wird schon triumphieren und seinen Hafen erreichen.

Besonders müssen wir das Stillen des Sturmes zu Herze nehmen, weil beim Altern ganz besonders mehr Beschwerden, Nöten und Trübsalen sich melden. Wir scheinen öfters zu denken, daß Jesus schläft und uns nichtige Menschen fahren läßt. Wir haben Zweifel von Gott so fern zu sein und verfallen der Kleingläubigkeit, wie die Jünger, die seine Gegenwart nicht ahnten. Dann kann das Wunder des Stillens des Sturmes uns an diese Gegenwart des Herrn erinnern. Nähert euch dann dem Wort Jesu in Matthäus 28:20: „ Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ Man kostet des Herrn Nähe, indem man seinen Leib und Blut unter dem Brot und Wein im Sakrament des Altars öfters zu sich nimmt. Der Herr ist nahe bei uns in unserem Schiff des Lebens. Wie einst Noahs Arche die einzige Rettung gewährte, denen die Zuflucht darin gefunden hatten, so wird auch das Schiff der Kirche glücklich über das stürmische Meer der Welt segeln und endlich landen auch wir am ewigen Strand der göttlichen Gnade. Wir werden wissen, daß alle Stürme der Versuchung und der Anfechtung dazu dienen mussten, seine Gnade und Liebe zu spüren und uns ewigen Frieden zu bringen. Dafür danken wir Gott herzlich. Amen.